phase erzeugt Musik in Echtzeit und legt eine rhythmische Lautstärke-Modulation in einen
Teil des Frequenzspektrums. Das Prinzip stammt aus der Forschung hinter Brain.fm: Hörrinde und
Aufmerksamkeitsnetzwerke koppeln ihre Aktivität an regelmäßige Schwankungen im Schall („neuronales
Phase-Locking“).
Was genau passiert
- Band-Split: Die Musik wird in drei Frequenzbänder geteilt. Nur das mittlere (Fokus: 200–1000 Hz) wird moduliert. Höhen bleiben unberührt, damit die Modulation nicht nervt.
- Rate auf dem Beat: Die Modulationsrate ist ein ganzzahliges Vielfaches des Tempos. Bei 120 BPM sind 16 Hz genau 32tel-Noten, und jeder Modulationsgipfel liegt auf dem Raster.
- Zustände: Fokus nutzt Beta (12–20 Hz), Entspannen Alpha (8–12 Hz), Meditation Theta (4–8 Hz). Im Schlaf modulieren langsame Wellen (0,25 → 0,5 Hz) die tiefen Frequenzen, und der Klang kreist langsam um dich.
- Neuro-Effekt: Die Tiefe der Modulation (Niedrig 35 %, Mittel 60 %, Hoch 85 % im modulierten Band). Sie blendet über 20 s ein. Im Fokus sinkt sie nach 15–30 min leicht auf 80 %.
- Niedrige Salienz: keine Pausen, keine Gesangsspuren, keine plötzlichen Wechsel. Pro Abschnitt kommt höchstens eine Spur hinzu oder fällt weg, und das über zwei Takte. Harmonien ohne starke Kadenzen, weiche Hüllkurven, Kompressor und Limiter.
Was die Forschung zeigt
Woods et al. (2024, Communications Biology) fanden, dass Musik mit 16-Hz-Modulation die Daueraufmerksamkeit verbesserte,
vor allem bei Menschen mit ADHS-Symptomen. Im EEG koppelte das Gehirn stärker an den Stimulus, und im fMRT waren
Aufmerksamkeitsnetzwerke aktiver. Der Effekt war moderat, zeigte sich vor allem früh im Experiment, und die Studie
entstand mit Brain.fm. phase ist eine eigene Umsetzung des veröffentlichten Prinzips und kein Brain.fm-Produkt.
Probier den Unterschied
Stell den Neuro-Effekt während der Wiedergabe auf „Aus“ und wieder zurück. Die Musik ist dieselbe, nur die Modulation verschwindet.
Quellen